Die heilkraft der ernährung

Wer sich richtig ernährt, der braucht keine Medizin.

Wer sich falsch ernährt, dem hilft keine Medizin.

(Hippokrates)

In Zeiten des Überflusses scheint eine gesunde Ernährung gar nicht so einfach zu sein. Verschiedene Lehrmeinungen (oft von wirtschaftlichen Interessengruppen untermauert), Modetrends und neuere Erkenntnisse der Wissenschaft brechen als Informationsflut über uns herein und widersprechen sich nicht selten. Die allgemeine Unsicherheit - wie viel soll ich wovon essen - ist gross.

 

Um mehr Licht ins Dunkel zu bringen müssen wir zunächst ergründen, worin die Ursachen für die rasant steigende Zahl an chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Allergien Alzheimer oder die zunehmende Fettleibigkeit liegen. Ein Phänomen, das sich in diesem Ausmass erst in den letzten 50 Jahren entwickelt hat, so dass genetische Gründe dafür ausscheiden.

 

Verantwortlich dafür sind m.E. vor allem folgende Gründe:

  • Mangel an Bewegung - Den wenigsten Menschen ist bewusst, wie intensiv und vielfältig sie ihren Körper täglich bewegen sollten, damit er gesund und leistungsfähig bleiben kann. Daraus folgt körperliche Schwäche und Schmerzen, welche dem Alterungsprozess zugeschrieben werden, die in Wahrheit jedoch 'Abbau durch Unterforderung' sind.
  • Zu viel Kohlenhydrate und Zucker - unsere Ernährung soll gemäss offiziellen Richtlinien aus mindestens 50% Kohlenhydraten, einem nicht essenziellen Nahrungsbaustein, bestehen; egal ob der Mensch Bauarbeiter, Schreibtischtäter, gesund oder krank ist. Die Folgen dieser Empfehlungen sind eindrücklich und tragisch. Innerhalb von 20 Jahren hat sich der Anteil der Fettleibigen in der Schweiz nahezu verdoppelt. (Bundesamt für Statistik veröffentlicht 09.08.16)
  • Umweltgifte - wie z.B. Schwermetalle, Lösungsmittel, Pestizide usw., die wir durch Luft, Wasser, Kleidung, Pflege- und Reinigungsmittel, Medikamente sowie durch unsere Nahrung aufnehmen
  • Emotionaler Stress - durch unsere Leistungsgesellschaft, Genusssucht, unverarbeitete Traumas etc.
  • Elektromagnetische Störfelder - dazu gehören z.B. Wasseradern, Elektrosmog durch Mobiltelefone, Wlan etc.
  • Mangel an Sonnenlicht - durch unseren Aufenthalt in Räumen und Sonnenschutzmittel

Durch alle diese Faktoren wird unser Organismus geschwächt und wird, wenn er die Mängel nicht mehr kompensieren kann, krank.

Unsere Ernährung ist zweifellos von grosser Bedeutung! Sie spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um unsere Gesundheit geht. 'Du bist, was du isst', pflegte schon Paracelsus, der berühmte schweizer Arzt aus dem Mittelalter, zu sagen. 

Wasser Trinken!

Trinken Sie mindestens 2-3 Liter gefiltertes und energiereiches Wasser pro Tag.

Kohlenhydratarm essen!

Unsere Ernährung sollte so wenig wie möglich Zucker und Kohlenhydrate beinhalten. Gemeint ist neben Einfachzuckern vor allem die Vorsicht vor versteckten Zuckern in Softgetränken und sonstigen Fertigprodukten. Dies beinhaltet aber auch die Zurückhaltung gegenüber den am weitesten verbreiteten Grundnahrungsmitteln wie Reis, Getreide Nudeln, Brot oder Kartoffeln. Sie werden leider zu oft vergessen, weil viele nicht wissen, dass Kohlenhydrate durch den Verauungsprozess zu Zucker aufgespalten werden.

Mehr gute tierische und pflanzlichen Fette!

Der Niedrig-Fett-Wahnsinn muss ein Ende haben! Es muss uns klar sein, dass die kombination von Fett und Kohlenhydraten eine andere Reaktion im Körper hervorruft als die Kombination von Fett und Eiweissen. Während bei der ersteren der hohe Zuckeranteil den Fettstoffwechsel zerstörerisch in den Abgrund zieht, insesondere, wenn man sich nach dem Essen nicht bewegt, hat die zweite Kombination eine positive Konsequenz: sie führt zu einer gesunden Stoffwechselreaktion, da in erster Linie die Fettverbrennung aktiviert wird.

Eiweisse spielen eine besondere Rolle!

Unsere Ernährung sollte den Bedarf an Eiweiss decken, damit alle Körperstrukturen (Muskeln, Bindegewebe, Organe, Schleimhäute, Hormone, Enzyme, Immunsystem, Botenstoffe, Knochen, Zähne, Haare, Nägel etc.) auch bei erhöhtem Bedarf gut versorgt werden. In bestimmten Lebenssituationen oder bei Proteinmangelsymptomen ist es sinnvoll, Aminosäuren von bester Qualität, zusätzlich zu den tierischen und pflanzlichen Eiweissquellen, als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. 

Leider wird der Proteinbedarf oftmals auch von Fachleuten unterschätzt. Im Besonderen bei: Krankheit / Genesung, Hobby- / Leistungssport, im Alter, bei Verdauungsbeschwerden, bei Medikamenteneinnahme, in Schwangerschaft / Stillzeit, im Wachstum etc.

 

Frühlingsputz im 'Innenraum' - Entgiften!

Zwei Mal im Jahr sollten wir eine Kur machen, die auch die 'Innenreinigung' unseres Körpers berücksichtigt. Ziel ist es, die körpereigene Grundregulation zu stärken, d.h. die Fähigkeit des Körpers, sich durch seine inneren Reinigungsvorgänge von Belastungen selbst zu befreien. Dazu unterstützen wir unseren Organismus, indem wir belastende Nahrung weitestgehend meiden, schädliche Genussgifte eliminieren und unerwünschte Schadstoffe gezielt lösen, binden und zur Ausscheidung bringen.

Den Darm pflegen!

Wählen Sie Lebensmittel, die reich an Probiotika, d.h. an für den Darm wichtigen Bakterienkulturen sind. Dazu gehören z.B. alle Arten von fermentierten Lebensmitteln. Besonders gut geeignet sind selber zubereite Fermente (unpasteurisiert!) wie Joghurt, Kefir und Sauerkraut. Lebensmittel , die reich an Präbiotika sind, 'füttern' die 'guten' Darmbakterienkulturen und regen sie zum Wachstum an. Sie beinhalten reichlich Faser-, Balast- und Schleimstoffe.