gegen schmerzen essen - wie geht das?

Alles, was dem Körper nicht gut tut, versetzt ihn in einen 'Alarmzustand'. Dabei erhöht sich die Muskelspannung, die in den meisten Fällen den Schmerz ausgelöst. Optimiere deine Ernährung, dann sinkt die Grundspannung der Muskeln und deine Schmerzen können abnehmen oder sogar verschwinden.

Dies ist ein kurzer Überblick darüber, wie du deine Ernährung bewusst einsetzen kannst, um

  • die Spannung deiner Muskeln zu reduzieren,
  • die Faszien und den Zwischenzellraum von Stoffwechselabfällen zu befreien,
  • eine Übersäuerung verhindern und das Gewebe wieder basischer zu machen,
  • das Verfestigen der Faszien zu verhindern,
  • und chronisch entzündliche Prozesse im ganzen Körper Abheilen zu lassen.

Die folgenden Ausführungen basieren auf meinen eigenen Erfahrungen und den Empfehlungen von Liebscher&Bracht. Ich möchte keinesfalls jemanden 'bekehren'. Glaube nicht unkritisch irgendwelche Meinungen, mögen Sie noch so wissenschaftlich glaubwürdig daherkommen. Aber gib dir eine Chance und teste eine Zeit lang, bevor du urteilst. Nur so kannst du heraus finden, welche Ernährung für dich am besten ist.

Wasser - achte auf eine ausreichend Flüssigkeit

Trinke mindestens 2 Liter gutes Wasser oder ungesüssten Tee pro Tag. Vermeide zuckerhaltige Softgetränke und Fruchtsäfte.

Bevorzuge frische, biologisch angebaute Lebensmittel

Frisch zubereitete Mahlzeiten enthalten viele Nährstoffe und schmecken ausgezeichnet. Fertigprodukte und konventionell angebaute Lebensmittel enthalten hingegen viele chemische Zusatzstoffe und Giftstoffe, die unseren Körper belasten und Spannung erzeugen.

Bevorzuge pflanzliche Lebensmittel

Eine hauptsächlich pflanzliche Ernährung tut unserem Körper gut: Sie unterstützt einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt und lässt Entzündungen abklingen. Reduziere Fleisch und Milchprodukte, weil sie Entzündung und Übersäuerung fördern. Es gibt heutzutage ausgezeichnete Alternativen zu tierischen Produkten.

Bevorzuge gute Fette

Bevorzuge kaltgepresstes Olivenöl, Leinöl, Baumnussöl, Hanföl, Kokosöl. Auch Avocados, Nüsse und Samen sind eine gesunde Fettquelle. Vermeide hingegen fritierte Produkte, Margarine und Fertiggerichte. Erhitze nur hitzebeständige Öle und Fette. Verwende alle Öle und Fette sparsam.

Vermeide Zucker

Zucker wirkt sich in vielerlei Hinsicht negativ auf deinen Körper aus. Er karamellisiert deine Faszie und macht sie unnachgiebig und reissanfällig. Er wirkt zerstörerisch auf deinen Stoffwechsel und aktiviert Entzündungen. Es gibt gute Zuckerersatzstoffe wie Stevia, Erythrith, Xylit. Frische Früchte gehören (jedoch nicht als konzentrierten Saft genossen) zu einer gesunden Ernährung.

Ballaststoffe und einheimische Superfoods

Achte darauf, dass du genügend Ballaststoffe zu dir nimmst. Sie sind besonders in pflanzlichen Nahrungsmitteln enthalten. (Hülsenfrüchte, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, Samen) Nahrungsergänzungsmittel empfehlen sich, mit wenigen Ausnahmen, nur bei ärztlich diagnostizierten Mangelzuständen. Ein Smoothie mit einheimischen Wildkräutern, wie Brennnessel, Giersch oder Spitzwegerich liefert reichlich Vitalstoffe. Sie sind preisgünstig und stehen den trendeigen Superfoods, in nichts nach. Fermentiertes Gemüse (z.B. Sauerkraut) unterstützt die guten Darmbakterien und kann ebenfalls einfach und schnell selber hergestellt werden.